von Prince Rupert nach Port Hardy
(Inside Passage)

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Wir hatten Glück. Wir waren in Prince Rupert, der regenreichsten Stadt Kanadas und es regnete nicht.
Prince Rupert liegt an der Pazifischen Nordwestküste Kanadas, etwa 50 km von der Grenze nach Alaska entfernt. Die rund 800 km nördlich von Vancouver gelegene Hafenstadt stellt den nördlichsten eisfreien Tiefseehafen des Kontinents dar. Da der Schiffstransport im Überseehandel Kanadas eine zentrale Rolle spielt baut man zurzeit in Prince Rupert an einem Containerterminal, das nach Fertigstellung Ende 2007 den Hafen von Vancouver entlasten soll. Importiert werden hauptsächlich Waren aus Asien, exportiert wird Holz, Kohle und Getreide.

Nach dem Einchecken im Hotel hatten wir noch Zeit uns die Stadt anzusehen. Vom Hotel aus war es nur ein kurzer Weg um zum Pacific Mariners Memorial Park zu gelangen. Hier steht die Bronzestatue eines mit der Hand auf das Meer hinausweisenden Seemannes, als Erinnerung an alle Seeleute die auf dem Meer umgekommen sind.
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Jede Menge Fischerboote und Yachten liegen im Hafen von Prince Rupert.
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Wir befanden uns im Bereich der "Cow Bay". Die "Cow Bay" hieß ursprünglich "Cameron Bay". Warum es zu dem Namenswechsel gekommen ist, ist in einer kleinen Geschichte überliefert: als im Jahr 1906 von einem Schiff aus eine Herde Milchkühe an Land gebracht werden sollte hatte man keine Landestelle um die Herde auszuladen. Kurzerhand warf man die Kühe ins Wasser und ließ sie an Land schwimmen. Seitdem heißt die "Cameron Bay" eben "Cow Bay".
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Die alten Häuser im Bereich der "Cow Bay" sind restauriert worden und sind jetzt ein Einkaufszentrum für Touristen und Einheimische.
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Hohe Tannen in der Nähe des Hafens sind der bevorzugte Ruheplatz für eine Gruppe von etwa 10 - 12 Weißkopf-Seeadler. So viele dieser großen und stolzen Tiere an einem Ort zu sehen ist schon ein Erlebnis für sich.
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Ohne die Inside-Passage erlebt zu haben wäre eine Reise durch den Westen Kanadas sicherlich unvollständig.
Bei der Inside Passage handelt es sich um eine von der starken Brandung des Pazifiks geschützte, natürliche Wasserstraße die zwischen vorgelagerten Inseln und der Küste Kanadas verläuft. Wasser, bewaldete Inseln und Berge bestimmen das Bild einer einsamen, großartigen, aber leider auch regenreichen Landschaft.

Eine 15-stündige Schiffsreise mit dem Fährschiff "Northern Adventure" von Prince Rupert nach Port Hardy begann mit Wecken um 4:00 Uhr in aller Frühe und der Fahrt zum Fährterminal um 5:15 Uhr. Betreten konnten wir die Fähre um 7:15 Uhr und um 8:00 Uhr legte die Fähre Richtung Süden ab. Wir suchten uns auf dem Passagierdeck einen geeigneten Platz für unser Handgepäck, um dann nach oben auf das Freideck zu gehen und die Umgebung zu betrachten. Die Wolken hingen tief, hin und wieder fielen Tropfen und das ganze Insel- und Küstenpanorama zeigte sich grau in grau. Nach kurzer Zeit hatten wir genug und sind im Selbstbedienungsrestaurant frühstücken gegangen.
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Da wir uns, bedingt durch das schlechte Wetter, fast nur im Innern des Schiffes aufhalten konnten, wurde die Passage mehr und mehr ermüdend. Die wenigen Fahrgastkabinen waren ausgebucht und so mussten wir versuchen auf unseren Sitzen ein wenig zu schlafen. Was leidlich gelang.
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Die Inside Passage wird als eine der schönsten und interessantesten Wasserstraßen der Welt beschrieben. Bei schönem Wetter (was selten vorkommt) mag das auch sein. Uns kam sie eher trist und eintönig vor (Foto unten).
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Die wenigen Unterbrechungen in Form von Leuchttürmen, vorbei fahrenden Schiffen, einer Ortschaft am Ufer, auch mal eine Orcaherde oder einem Kahlschlag an einem Berghang reichen nicht aus um 15 Stunden Fahrzeit interessant zu überbrücken.
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Gegen 23:30 legte die "Northern Adventure" in Port Hardy an. 1 Stunde später hatten wir unser Hotelzimmer und sind, geschlaucht von der langen Fahrt, ins Bett gefallen.