Vancouver / British Columbia

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Kanada hat zehn Provinzen und drei Territorien, jede mit einer eigenen Hauptstadt. British Columbia (BC) ist, mit Victoria als Hauptstadt, die westlichste Provinz. Sie umfasst eine Fläche von etwas mehr als 948 000 Quadratkilometern und ist somit mehr als dreimal so groß wie Deutschland. In BC leben derzeit rund 4.3 Millionen Einwohner. Das sind etwa 5 Menschen pro qkm (zum Vergleich: in Deutschland sind es etwa 230 Menschen pro qkm).
Für den Naturliebhaber hat BC eine ganze Menge zu bieten: gewaltige Gebirgslandschaften, uralte Regenwälder, wilde Küsten, unzählige Inseln, klare Seen und Flüsse aber auch moderne Städte, die mit zu den schönsten dieser Welt gehören.

Durch seine privilegierte Lage auf einer Halbinsel, auf der einen Seite der Pazifik und auf der anderen Seite das Küstengebirge, gilt Vancouver als eine der schönsten Städte an der Westküste Nordamerikas.
Die Stadt verdankt ihren Namen dem englischen Entdecker, Seefahrer und Kapitän George Vancouver. Ursprünglich hieß die an dieser Stelle erbaute Holzfällersiedlung Gastown. 1886 wurde sie in Vancouver umbenannt.
Heute ist die Stadt mit ihren vielen Freizeitmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und ihrem besonderen Flair ein Anziehungspunkt und ein ideales Ziel für Touristen aus aller Welt.
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Während unseres Aufenthaltes in Vancouver wohnten wir im Empire Landmark Hotel, einem Hochhaus mit 42 Etagen an der Robson Street. Das Besondere an diesem Hotel ist das drehbare Restaurant auf der 42. Etage welches sich pro Stunde einmal um die eigene Achse dreht.
Bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen haben wir in angenehmer Atmosphäre die fantastische Aussicht auf Vancouver und Umgebung auf uns einwirken lassen.
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Wenn man sich in Vancouver auf alles verlassen kann, nur nicht auf das Wetter. Ist es jetzt kühl und nebelig mit Nieselregen kann in einer halben Stunde schon wieder das schönste Wetter mit strahlend blauem Himmel herrschen. Und umgekehrt. Diese Wetterkapriolen haben Vancouver den Namen Raincouver eingebracht. Weil es in dieser Stadt angeblich immer regnet.
Wir haben einen plötzlichen Wetterumschwung von unserem Zimmer im 33. Stock miterlebt. Wie man auf dem Foto unten sieht ist im oberen Drittel alles grau in grau doch plötzlich erstrahlt mit einem wunderschönen Regenbogen die Sonne und alles ist wieder freundlich und hell.
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Der zweite Tag in Vancouver begann mit einem Besuch des Stanley Parks. Foto unten links: Blick vom Halleluja Point aus über den Burrard Inlet hinweg auf den Harbour Centre Tower (Bildmitte). Der Harbour Centre Tower bietet in 167 m Höhe einen herrlichen 360° Ausblick auf Vancouver, das Küstengebirge und den Hafen.
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Der Stanley Park ist mit einer Größe von 10 Hektar der größte Park in Vancouver und nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt. Mit zahlreichen Wanderwegen, Wiesen und Sporteinrichtungen ist er eine Freizeitoase für die Bevölkerung.
Für den Besucher Vancouvers ist es natürlich Pflicht die direkt neben dem Halleluja Point aufgestellte Ansammlung von Totempfähle (totem poles) zu besichtigen.
Totempfähle sind Spiegel der gesellschaftlichen Identität des Erbauers/Auftraggebers und zeigen gleichzeitig dessen Vermögensstand an.
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In der Regel waren nur Häuptlinge oder hochgestellte Persönlichkeiten eines Stammes befugt Wappen oder Legendenpfähle schnitzen und errichten zu lassen.
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Die Lions Gate Bridge ist die einfachste Möglichkeit vom Stanley Park aus in den nördlichen Teil Vancouvers zu gelangen. Die Brücke ist eine Hängebrücke, die, von Löwen bewacht, durch ihre Konstruktion ein wenig an die Golden Gate Bridge in San Francisco erinnert.
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Unser Ziel war eine der ältesten Attraktionen von Vancouver: die Capilano Suspension Bridge. Sie ist 137 m lang und überspannt den Capilano Canyon mit dem Capilano River in 70 m Höhe. Die erste Hängebrücke wurde 1889 von einem Schotten mit Namen Grant Mackay gebaut. Mittlerweile ist es die vierte Brücke und soll jährlich von 800 000 Besuchern betreten werden. Ein Blick von der Mitte der Brücke nach unten ist, locker gesagt, gewöhnungsbedürftig (man sollte Schwindelfrei sein).
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Ist man auf der anderen Seite angekommen kann man über hängende Fußgängerbrücken, eine Art Lehrpfad, spazieren und sich vom Regenwald der Westküste mit seinen gewaltigen Hemlock-Tannen, riesigen Zedern und den Douglas- Tannen beeindrucken lassen.
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In dem Park befindet sich zudem eine Sammlung von indianischen Totempfählen und ein Schnitzereicenter der indianischen Ureinwohner.
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Es regnet. Dann macht auch ein Spaziergang entlang des Kitsilano Beach's am English Bay überhaupt keinen Spaß (Fotos unten). Auf dem Foto unten rechts sieht man den Yachthafen und die Granville Street Bridge.
Wie haben uns nach dem ganz in der Nähe liegenden Granville Island verzogen.
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Granville Island ist eine kleine Halbinsel und liegt unter dem südlichen Ende der Granville Street Bridge. Granville Island war lange Zeit ein heruntergekommenes Hafenviertel. Nach der Sanierung durch die Stadtverwaltung ist es heute eine begehrte Adresse für Restaurants, Boutiquen, Cafés, Kleinkunsttheater und dem Public Market.
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Im überdachten Public Market bekommt man so ziemlich alles was man zum Weiterleben braucht. Es gibt auch eine kleine Fastfood-Meile in der diverse Imbissbuden Speisen aller Geschmacksrichtungen bereithalten.
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Zwischen der Carrel Street im Westen und der Gore Street im Osten liegt Chinatown. Entstanden ist dieses Viertel nachdem man Ende des 19. Jahrhunderts 10 000 Chinesen zum Bau der Eisenbahn ins Land holte. Heute ist es, nach San Francisco, das zweitgrößte Chinesenviertel an der Westküste Nordamerikas. Insgesamt leben im Großraum Vancouver über 150 000 Chinesen.
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Wenn man das große prächtige Tor durchschritten hat fühlt man sich augenblicklich in eine andere Welt versetzt. Es reiht sich ein Asia-Laden an den anderen. Vor der Tür stehen Kisten mit Auberginen und Trockenfisch. Chinesische Schriftzeichen überwiegen und selbst die Umgangssprache ist chinesisch.
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Nur ein paar Gehminuten von Chinatown entfernt befindet sich die Wiege Vancouvers. Es ist Gastown. Gastown ist der Ort wo alles begonnen hat. 1867 baute Jack Deighton an der Stelle an dem heute seine Statue steht einen Saloon. Seine Rechnung "gesoffen wird immer" ging auf und der Zustrom von Holzfäller, Trapper und Goldsucher war enorm. Nach "Gassy Jack", wie er wegen seiner Geschwätzigkeit hieß, benannte man auch die sich bald um seinen Saloon herum entwickelnde Siedlung. Zur Stadt Vancouver wurde die Siedlung Gastown erst 1886, als hier die Eisenbahn der Canadian Pacific Railway gebaut wurde. Gastown verfiel im Laufe der Jahre und als man den ganzen Bezirk abreißen wollte erinnerten sich die Bewohner von Vancouver an diesen historischen Ort. Er wurde nicht abgerissen sondern restauriert. Die schäbigen Backsteingebäude und Lagerhallen wurden in Cafés, Restaurants, Antiquitätenläden und kleine Galerien umgewandelt, die Straßen gepflastert und mit Blumen und Bäumen verschönert.
Gastown ist heute eine beliebte Adresse für die Bewohner Vancouvers und ein Highlight für alle Touristen.
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An der Ecke zwischen Cambie Street und Water Street steht die einzige mit Dampf betriebene Uhr der Welt. Ein beliebtes Fotoobjekt für alle Touristen. Die Steam Clock sieht zwar alt aus, ist sie aber nicht. Sie wurde 1977 von Raymond Saunders, Inhaber der Gastown Steam Clock Company, gebaut. Das Design der Steam Clock basiert allerdings auf eine Vorlage aus dem Jahr 1875. Den Dampf zum Betrieb der Uhr liefert das örtliche Fernwärmenetz.
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An der Kreuzung Water Street und Powell Street hat Jack Deighton's Saloon gestanden. Zur Erinnerung steht an dieser Stelle heute eine Statue von "Gassy Jack" Deighton.
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Es war später Nachmittag und wir wanderten über die Cordova Street und die Burrad Street zurück zur Robson Street.
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Als wir die Robson Street erreichten dämmerte es bereits und wir suchten uns ein Restaurant fürs Abendessen. Es ist überhaupt kein Problem in der Robson Street oder in einer der Nebenstraßen ein passendes Restaurant zu finden. Hier gibt es alles, vom Fastfoodladen über Chinarestaurant bis hin zum exquisiten Steakhouse.
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Die Robson Street zwischen Demman und Seymour Street ist die beliebteste Einkaufs- und Flaniermeile der Stadt. Hier reihen sich Geschäfte, Andenkenläden, Boutiquen mit Designermode, Restaurants und Cafes aneinander. Vor allem am frühen Abend geht das große Schaulaufen los und es wird eng auf den Fußwegen der Robson Street.
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Wir sind auch einmal rauf und runter gelaufen. Das war mehr als genug. Was auffällt ist der hohe Anteil von, vornehmlich jugendlichen, Asiaten. Vancouver ist unübersehbar ein Zentrum der chinesischen Einwanderer.
Unsere Zeit in Vancouver ging zu Ende. Wir sahen von unserem Hotelfenster noch kurz auf das abendliche Lichtermeer mit der Robson Street und fielen dann ins Bett. Am nächsten Morgen begann die erste Etappe unserer Rundreise von Vancouver nach Vernon.
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