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Insel Antigua

(Kleine Antillen)


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Die Inseln Antigua und Barbuda sind ein eigenständiger Staat innerhalb des britischen Commonwealth. Sie liegen südöstlich von Puerto Rico.
Antigua ist 280 qkm groß, Barbuda misst 160 qkm und die zum Staatsgebiet gehörende, aber unbewohnte Insel Redona 1 qkm. Sie sind vulkanischen bzw. korallischen Ursprungs und gehören zu den Inseln über dem Wind. Rund 65.000 Einwohner leben auf den Inseln davon mehr als die Hälfte in und um der Hauptstadt St. Johns.
Ein Strand für jeden Tag im Jahr, so wirbt die Touristikbranche für ihre Insel Antigua. Und in der Tat, es soll 365 Strände auf Antigua geben. Dazu noch das türkisblaue Meer, der weiße Sandstrand, jede Bucht schöner als die nächste, die Sonne und die tropischen Temperaturen, fertig ist der Touristen-Traum.
Leider hat man auf einer Kreuzfahrt, will man erst einmal etwas von der Insel kennen lernen, nicht die Zeit um das alles zu genießen. Rund 12 Stunden Aufenthalt reichen gerade mal um sich ein paar Highlights anzusehen.
Antigua hat aber mehr als nur Strandleben zu bieten. Da ist die Hauptstadt St.Johns, eine der ältesten Handelshäfen der Karibik. Die vielen alten Holz- und Steinhäuser mit ihren Veranden und Holzgittern sorgen für ein mehr dörfliches Ambiente. Nur die Einkaufzentren Heritage- und Redcliffe Quay haben ein moderneres Aussehen, passen aber nicht so recht in diese Idylle. Auch der Besuch von Nelson's Dockyard in English Harbour, von wo aus in früherer Zeit die Engländer die Karibik beherrschten, ist ein Besuch wert.
Weiterhin gilt die Insel als ein Seglerparadies. Jährlich im April findet die weltweit bekannte 'Antigua Sailing Week' statt. Segler aus aller Herren Länder finden sich dann im English Harbour ein.

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Foto oben: das Autokennzeichen der Insel sagt jedem Fremden sofort wo er sich befindet.
Die Fotos unten sind vom oberen Deck der Aidavita aus im Hafen von St.John entstanden.
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Das Spielen auf Trommeln war den schwarzen Sklaven auf Trinidad von den britischen Kolonialherrschern verboten worden. Deshalb bauten sie sich aus alten Ölfässern ein einfaches Instrument mit ein paar Tönen. Daraus hat sich im Laufe der Zeit die Steel-Drum entwickelt.
Heute ist die Steel-Drum bevorzugt im karibischen Raum anzutreffen. Das zeigt sich bei jeder Gelegenheit wo Reggae-Musik gespielt wird oder, so wie hier, eine Steel pan - Band ihr Können zeigt. Beim Landgang in Antigua hat sich diese Band direkt neben der Aidavita niedergelassen und spielte mit Begeisterung karibische Steel-Drum Musik.
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Direkt neben der Aidavita lag die Sea Cloud, eine Viermastbark der Extraklasse. Sie wurde 1931 in Kiel von einem amerikanischen Börsenmakler in Auftrag gegeben und als Privatyacht gebaut. Heute ist sie ein Kreuzfahrtschiff. Sie ist 109 Meter lang und für ca. 60 Passagiere und ca. 60 Mann Besatzung ausgelegt. Unter den großen Segelkreuzfahrern ist die Sea Cloud ein absolutes Luxusschiff: Alle Kabinen verfügen über einen offenen Kamin, die Bäder sind aus Carrara-Marmor und haben vergoldete Armaturen.
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Den Vormittag verbrachten wir mit einem Bummel durch die Straßen von St.John's. Viel zu bieten hat das Städtchen nicht. Auffällig ist, daß die Gebäude und Straßen rund um das Kreuzfahrtterminal restauriert, gepflegt und sauber waren, ein paar 100 m weiter aber in der Mehrzahl heruntergekommene, teilweise sogar verfallene, Gebäude standen. Das Foto unten rechts zeigt ein Ziegelhaus aus der Kolonialzeit. Die Ziegel wurden in der Kolonialzeit von den Segelschiffen als Ballast von England mitgebracht und hier verbaut.
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Fotos unten: wenn man das Durcheinander der Elektroleitungen in 5 m Höhe sieht, fragt man sich wieso das alles funktionieren kann.
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Die St. John's Cathedral wurde ursprünglich 1683 aus Holz errichtet und 1745 durch ein Steingebäude ersetzt. Ein Erdbeben zerstörte sie fast ein Jahrhundert später. Der Grundstein der jetzt bestehenden anglikanischen Kathedrale wurde 1845 gelegt.
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Am Nachmittag ging es mit dem Taxi über eine hügelige Landschaft vorbei an Ananas- und Baumwollfeldern, kleinen Dörfern mit bunt angestrichenen Holzhäusern zum English Harbour
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Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist Nelsons Dockyard (Nelsons Werft) im English Harbour (Englischer Hafen). Die Fotos unten zeigen die Einfahrt in den Naturhafen, der im 18. und 19. Jahrhundert der bedeutendste Marinestützpunkt der Antillen war.
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Da der Hafen hurrikansicher ist liegen hier Yachten aus der ganzen Welt.
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Einige Hütten in den äthiopischen Nationalfarben Rot, Gelb und Grün fielen auf. Es sind Hütten von Rastafaris. Rastafaris sind Schwarze mit verfilzten Haaren die recht abenteuerlich in den Farben Rot, Gelb und Grün gekleidet sind. Dieses Outfit war, in früherer Zeit, keine Modeerscheinung sondern Ausdruck einer politischen Weltanschauung eines schwarzen radikalen Nationalismus. Heute ist es mehr ein Way of Life und das Politische ist zum Glück in den Hintergrund gedrängt worden.
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Eine kurze Rast am Ufer des Hafens. Und ein Bad im superwarmen Wasser war auch noch drin.
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Ein letzter Blick zurück auf St.John's und die Aidavita legt mit den letzten Strahlen der Abendsonne mit Kurs auf Dominica ab.
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