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Insel Curacao

(Niederländische Antillen)


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Curaçao ist die größte Insel der Niederländischen Antillen und zugleich das C der ABC-Inseln, zu denen noch Aruba und Bonaire zählen. Die Insel ist ein Korallenriff welches sich um einen unterseeischen Berg gelegt hat. Ein ständig aus Nordost wehenden Wind (Passatwind) ist die Ursache für ein trockenen Klima. Die Vegetation wird weitgehend von Agaven, Kakteen und Mesquitebüschen (Dornenbüsche), wie auf allen Inseln unter dem Wind, bestimmt.
Die Insel wurde 1499 von einem Leutnant aus der Kolumbusflotte entdeckt. 1634 wurde sie von den Niederländern erobert. Danach war sie abwechsend mal in englischer und mal niederländischer Hand. 1815 hatten die Niederländer das Rennen, dank der Pariser Verträge, gewonnen. Curacao blieb eine niederländische Kolonie bis sie 1954 innerhalb des Niederländischen Königreichs die vollständige Selbstverwaltung erhielt.
Durch die wechselvolle Geschichte sind die Bewohner der Insel Nachkommen von spanischen, niederländischen, französischen und englischen Einwanderer. Zum größten Teil allerdings, von zur Sklavenzeit hierher verschleppten afrikanischen Sklaven. Die Bewohner Curacaos sind, wie es sie in dieser vielfältigen Form auf keiner anderen Karibikinsel gibt, eine multikulturelle Gesellschaft.
Mehr als die Hälfte der Einwohner Curacaos, ca. 140.000, lebt rundum oder im Raum der Hauptstadt Willemstad.

Willemstad, von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt, beeindruckt jeden Besucher mit seiner Architektur. Man wird unübersehbar an die Niederlande erinnert und an Amsterdam mit seinen typischen Giebelhäusern. Etwas bunter und farbenfroher allerdings. Holland karibisch eben.
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Willemstad wird durch einen Meeresarm, der zu einem der größten Binnenhäfen (Schottegat) der Welt führt, zweigeteilt. Dieser Meeresarm, Santa Annabaai, trennt die Stadtteile Punda und Otrabanda. Die Fotos unten zeigen Ansichten aus dem jüngeren Stadtteil Otrabanda vom oberen Deck der Aidavita aus gesehen. Die Aidavita lag direkt an der Kaimauer von Otrabanda. Das blaue Haus (Foto unten links) ist ein historisches Gebäude in dem heute eine Gallerie untergebracht ist. Man nennt es in der Papiamentosprache Kas Di Alma Blou was soviel heißt wie House of the Blue Soul. Papiamento ist eine Kunstsprache die sich im 16. Jahrhundert als Verständigungsmittel zwischen den Menschen verschiedener Nationalität und Herkunft gebildet hat. Sie wird noch heute und nur auf den Niederländischen Antillen gesprochen.
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Im Hintergrund (Foto links unten) sieht man das Kreuzfahrtschiff Adventure of Sea. Es gehört zur Royal Caribbian Flotte aus den USA. Das Foto unten rechts zeigt den Uferbereich von Otrabanda mit der Meerentsalzungsanlage. Das blaue Gebäude ist ein Hotel.
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Foto unten: direkt hinter der Aidavita überspannt die 1974 fertiggestellte, 56 Meter hohe, Königin-Juliana-Brücke die St.Anne Bucht. Diese Brücke ist ausschließlich dem Kraftverkehr vorbehalten. Hinter der Königin-Juliana-Brücke befindet sich einer der größten Naturhafen der Welt, das Schottegat. Man erkennt auch die Vorratstanks einer großen Raffinerie. Es ist die größte Raffinerie die sich im karibischen Raum befindet. Das hier produzierte Benzin (das Öl kommt über eine Pipline von Venezuela) wird fast ausschließlich nach den USA verschifft.
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Rund 200 m vor der Aidavita befindet sich ein weiteres Highlight von Willemstad. Es ist die 1888 erbaute Königin-Emma-Brücke. Die Königin-Emma-Brücke ist eine Pontonbrücke nur für Fußgänger welche die beiden Stadtteile Ottrabanda und Punda verbindet. Das besondere an ihr ist, daß sie, wenn Schiffe in den Hafen ein oder auslaufen wollen, durch Dieselmotoren auf die Seite gefahren werden kann.
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Der schwimmende Markt ist eine weitere Sehenswürdigkeit von Willemstad (Fotos oben). Fischer aus Venezuela verkaufen hier direkt vom Boot aus fangfrischen Fisch und auch frisches Obst und Gemüse.
Rechtes Foto: eine der beiden kostenlosen Fähren die die Verbindung zwischen den Stadtteilen aufrecht erhalten wenn die Königin-Emma-Brücke aufgeklappt ist.
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Foto unten: das hohe Gebäude auf der rechten Seite soll das einzige Hotel weltweit sein welches gegen Schiffskollisionen versichert ist. Verständlich,nahe genug kommen die Schiffe ja.
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431 Die Mikve-Israel-Emanuel-Synagoge stammt aus dem Jahr 1732. Sie ist das älteste Gotteshaus der westlichen Welt und ein schönes Beispiel für die niederländische Baukunst im 18.Jahrhundert.
Die engen Straßen und Gassen, die Giebelhäuser, die Geschäfte, die ganze Atmosphäre machen einen Bummel durch den historischen Teil vom Willemstad zum Erlebnis. Das aus dem Jahr 1708 stammende Gebäude (Foto rechts unten) ist eines der schönsten und prächtisten dieser Stadt. Ein Luxusgeschäft, das Penha, bietet hier noble Damen- und Herrengarderobe aller führenden Marken aus allen Ländern der Welt an.
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Markt war während unseres Besuchs überall. Hauptsächlich allerdings entlang der Handelskade die parallel zur St.Anne-Bucht verläuft.
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Das Fort Amsterdam mit einem riesigen Innenhof. Im Gebäude (linkes Foto unten) befindet sich der Regierungssitz der Niederländischen Antillen und die Residenz des Gouverneurs. Auf der gegenüberliegenden Seite des Innenhofes steht die älteste protestantische Kirche der Niederländischen Antillen.(rechts unten)
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In einem historischen Gebäude aus dem Jahr 1853 (es soll ehemals ein Lazarett gewesen sein) befindet sich das Curacao Museum. Auf dem weitläufigen Gelände steht die Statue von Wilhelm dem Schweiger (nl: Willem de Zwijger), der ein Führer im niederländischen Unabhängigkeitskrieg gegen die Spanier war. Foto unten rechts.
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In einem Nebengebäude des Museums befindet sich das Snip-Flugzeug (es ist nur noch das Cockpit erhalten) welches 1934 als erstes Flugzeug der KLM den Atlantischen Ozean im Nonstoppflug überquerte. Foto unten rechts.
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Im Hauptgebäude des Museum befinden sich alte Möbel und Gebrauchsgegenstände der damaligen Zeit.
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Ebenso Gemälde aus dem karibischen Raum. Und jede Menge uralte Landkarten der Region, teilweise noch von Hand gezeichnet.
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Eine kleine Abhandlung über die indianische Urbevölkerung und deren Lebensweise mit Gebrauchs- und Kunstgegenständen runden das Bild ab. (Fotos: Curacao Museum)
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Ganz in der Nähe von Willemstad steht das Landhaus Chobolobo. Hier wird seit 1896 der weltweit bekannte Original Curacao-Likör in der Curacao Liqueur Distillerij destilliert, abgefüllt und weiter verkauft.
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Seinen Geschmack bekommt der Likör indem man Alkohol und die getrockneten Schalen der Bitterpomeranze, eine Orangenart, zusammen destilliert. Der bekannteste und originale Likör ist der klare Curacao. Es gibt aber auch mit Lebensmittelfarbstoffen eingestellte, blaue, rote, braune und grüne Liköre, wovon der blaue Curakao Likör der weltweit bekannteste ist. Die Firma Senior läßt es sich nicht nehmen für die Besucher Unmengen von Probierpröbchen aller Likörsorten bereit zu halten.
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Wer nicht zu den Tauchern zählt hat beim Besuch des Sea Aquariums die Change die faszinierende Unterwasserwelt der Karibik ohne Tauchausrüstung oder Schnorchel kennen zu lernen. Im Eingangsbereich kann man eine kleine Gruppe Flamingos beobachten. In freier Wildbahn sieht man sie, da sie in der Regel sehr scheu sind, nur aus weiter Ferne.
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In über 70 Aquarien werden Fische, Seeigel, Korallen und andere Lebewesen aus den umliegenden Gewässern gezeigt.
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Nur durch eine Felswand vom Meer getrennt werden in großen Außenbecken u.a. Haie, Rochen und Delphine gezeigt. Wer will kann ins Wasser steigen und mit den Delphinen mitschwimmen. Nebenan zeigen zwei Delphine in einer kleinen Show was sie gelernt haben.
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Zwei Untermieter die vom Futter für die Fische etwas mithaben wollen. Links ein Fregattvogel und rechts ein Pelikan.
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Bevor die Aidavita ablegt noch ein kleiner Spaziergang durch das abendliche Willemstad.
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