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St. Lucia

(Kleine Antillen)


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So hart umkämpft wie die schöne Helena im antiken Griechenland war St. Lucia im 18. und 19. Jahrhundert zwischen Frankreich und England. Mehr als 1 Dutzend Mal wechselte sie den Besitzer bevor es 1814 im Frieden von Paris endgültig an England fiel. Dies brachte ihr das Logo 'Helen of the West Indies' ein. 1979 wurde St.Lucia innerhalb des Commonwealth ein unabhängiger Staat.
St. Lucia ist vulkanischen Ursprungs und liegt zwischen Martinique und St. Vincent. Die Insel gehört zu den kleinen Antillen und ist ca. 43 km lang und 23 km breit. Mit ihren etwas mehr als 600 qkm gehört sie zu den kleinsten Staaten der Welt.
Zu mehr als 90% bestehen die 160.000 Einwohner aus Nachkommen der ehemaligen schwarzen Sklaven die sich hauptsächlich in und um Castries, der Hauptstadt von St.Lucia, niedergelassen haben.
Die Landwirtschaft, mit Schwerpunkt Bananenplantagen, und der Tourismus spielen die wesentliche Rolle in der Wirtschaft der Insel.

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Das Landschaftsbild der Insel wird von zwei erloschenen Vulkankegeln beherrscht, dem Gros Piton (ca. 800 m) und dem Petit Piton (ca. 750 m). Sie sind die Wahrzeichen von St. Lucia.
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Im Vordergrund des Fotos oben, zu Füßen des Petit Piton, liegt das Städtchen Soufrière. Es wurde von Franzosen im 18. Jahrhundert gegründet und ist die älteste Siedlung auf der Insel.
Das von Hügeln umgebene Castries mit seinem Naturhafen ist eine der schönsten Städte die wir auf dieser Reise besucht haben. Da der Hafen ein Tiefwasserhafen ist können Kreuzfahrtschiffe direkt neben dem Pointe Seraphine, einem Einkaufskomplex mit modernen Geschäften, ankern. In den Duty-Free-Geschäften können Kreuzfahrer alles kaufen was sie so brauchen oder auch nicht brauchen. Die Aidavita ankerte allerdings, aus was für Gründen auch immer, im Containerhafen.
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Castries selbst ist eine vergleichsweise modern wirkende Stadt. Erdbeben und Feuersbrünste haben im Laufe der Jahrhunderte alles Alte zerstört.
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Eine Rundfahrt von Castries aus, vorbei an kleinen Dörfern und üppig bewachsene Berge und Täler, führte uns quer über die Insel nach Osten bis nach Dennery, zur etwas rauhen Atlantikküste.
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Von einem Aussichtspunkt oberhalb des Städtchen Dennery hat man einen unvergesslichen Panoramablick auf die felsige Küste, auf vorgelagerte Miniinseln und den Atlantik.
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Foto links unten: Die Kirche von Dennery und daneben rechts: eine kleine Hafenanlage.
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Weiter geht die Fahrt enlang der Ostküste bis zur Südspitze St.Lucias nach Vieux Fort. Von Vieux Fort aus ist es nicht weit bis zum Cap Moule a Chique. Der hier stehende Leuchtturm soll zu den größten der Welt gehören. Man hat einen fantastischen Ausblick bis nach Castries im Nordwesten und auf Vieux Fort mit Hafen und Strand. In der Ferne beindruckt das Gebirgspanorama mit den beiden Pitongipfel.
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Im Süden der Insel befindet sich zwischen Vieux Fort und Soufrière das Balenbouche Estate. Es ist ein Anwesen in einer wildromantischen Parkanlage welches von drei Frauen, Mutter und zwei Töchter, bewirtschaftet wird. Das alte Herrenhaus mit seiner Veranda und die Inneneinrichtung der Zimmer vermitteln den Geist früherer Zeiten. Und wenn dann, auf der Veranda sitzend, Frau Uta Lawaetz über ihr eigenes Leben in St.Lucia und über die wechselvolle Geschichte der ehemaligen Plantage erzählt, dann hört man ihr zu und vergißt darüber die Zeit.
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Wer in einem solch romantischem Umfeld seinen Urlaub verbringen möchte, kann sich in einem der vier für Gäste zur Verfügung stehenden Bungalows einmieten. Sogar ein kleiner Strand gehört zum Areal des Anwesens.
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Der Park ist ein Gedicht. Teilweise urwaldähnlich, mit uralten Bäumen, mit Schlingpflanzen und wildwachsenen Blumen und mit Überresten einer 200 Jahre alten Zuckermühle und alten Gerätschaften der damaligen Zeit.
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Foto unten rechts: an der Wand des Hauses, an einer Schlingpflanze befestigt, das Nest eines Kolibries. Man konnte dem Vogel ansehen, daß ihm unsere Anwesenheit nicht passte. Wir haben uns ja dann auch wieder verzogen.
Das Bild täuscht: Nest und Kolibrie waren zusammen nur wenig größer als ein Tischtennisball.
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Weiter, an den Wahrzeichen von St. Lucia, den Pitons vorbei nach Soufrière wo sich die heißen Schwefelquellen (Sulphur Springs) befinden. Die Quellen sind vulkanischen Ursprungs und verbreiten durch das frei werdende Schwefelwasserstoffgas einen ziemlich üblen Gestank. Es brodelt in vielen Löchern. Das vom Eisensulfid schwarzgefärbte Wasser hat eine Temperatur von ca. 170 Grad Celsius.
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Nach dem Mittagessen wurden wir auf dem Areal einer ehemaligen Plantage über die Handhabung und Wirkungsweise einer alten Zuckerpresse imformiert.
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Auch das Ernten und das Weiterverarbeiten von Kokosnüssen wurde anschaulich gezeigt.
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Ein letzter Stop an der Westküste von St.Lucia oberhalb der Marigot Bay. Es ist zweifellos einer der schönsten Orte auf der Insel, wenn nicht sogar unserer ganzen Kreuzfahrt. Postkartenidylle oder Karibik pur, ganz wie man will.
Die Bucht diente schon als Kulisse für mehrere Spielfilme, so unter anderem dem Film 'Doctor Doolittle'.
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Mit diesen Eindrücken geht die Fahrt zurück zur Aidavita und unser Besuch auf St.Lucia zu Ende. Beim Ablegen erleben wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang was aber leider auch heißt: Eine unvergesslich schöne Reise geht ihrem Ende entgegen. Noch ein Tag auf See und wir sind wieder in der Dominikanischen Republik, dem Beginn und dem Ende unserer Kreuzfahrt.
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