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| Johannesburg, Soweto |
| Johannesburg und Pretoria, in der Provinz Gauteng gelegen, sind das wirtschaftliche und politische Zentrum Südafrikas. Hier sind Banken, Börse, Konzerne, der Handel, das Parlament zu Hause. Man glaubt an Wohlstand und Arbeit für Alle. Aber das täuscht. Erste und dritte Welt mit allen sich daraus ergebenen Problemen liegen hier sehr nah beieinander. Aufgrund der Kriminalität im Stadtzentrum von Johannesburg haben sich überwiegend die weißen Bewohner, viele Hotels, Konzerne und Geschäfte in die nördlichen Vororte zurückgezogen. Dem Touristen wird von einem Alleingang durch das Zentrum abgeraten. |
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Nach der Ankunft auf dem Jan Smuts-Airport in Johannesburg und Begrüßung durch den Reiseleiter wurden wir, da es schon sehr spät war, sofort zum Balaleika Hotel nach Sandton gefahren. Sandton ist ein vorwiegend von Weißen bewohnter Stadtteil von Johannesburg. Hierhin haben sich die Bessergestellten zurückgezogen. Sogar die Börse hat sich in Sandton niedergelassen. |
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Am nächsten Morgen ging es als Erstes zu einer sightseeing Tour durch Soweto. Europäer verbinden mit dem Begriff Soweto Slums, Gewalt, Arbeitslosigkeit und Verbrechen. Das stimmt auch heute noch so. Als Tourist sollte man sich ohne ortskundige einheimischen Führer nicht in ein solches Township wagen. Trotzdem: Auch in Soweto ist nicht mehr alles negativ. |
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| Neben den Wellblechhütten und dem Dreck und Müll gibt es mittlerweile ganze Straßenzüge mit gepflegten, aus Stein gebauten Einfamilienhäuser, mit einem sauberen Umfeld. Hier lebt der sogenannte Mittelstand. Von Slum keine Spur. Und es soll in Soweto sogar Millionäre geben die ihre Anwesen allerdings mit hohen Mauern vor ihren ärmeren Nachbarn schützen müssen. |
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Als in den 70iger Jahren der Terror des weißen Apartheitsregimes gegen die schwarze Mehrheit der
Bevölkerung wuchs, und ein Erlass der Regierung die Kinder zum Lernen der verhassten Sprache der
Buren und Polizei Africaans zwingen wollte, kam es zum Widerstand. Am 16. Juni 1976 protestierten Tausende der schwarzen Schulkinder in Soweto dagegen, dass sie auf Afrikaans unterrichtet wurden. Die Polizei reagierte mit überzogener Härte und erschoss den 12jährigen Hector Peterson. Vor Uncle Tom's Hall in Soweto ist an der Stelle, wo 1976 Hector Peterson als erster im Schüleraufstand starb, eine Gedenkstätte eingerichtet worden. |
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| Fährt man heute in Soweto an Schulen vorbei sieht man nur lachende und freundlich winkende Kinder. Die schrecklichen Zeiten sind vorbei. |
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