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Keetmanshoop, Köscherbaum Wald, Fish River Canyon, Sossusvlei |
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Die eine Sage erzählt, daß ein Mann namens Keetman um 1866 herum hoffte in dieser Einöde leben und
existieren zu können. Er hat es dann auch geschafft. Eine andere Sage erzählt daß dieser Mann, ein Deutscher, die Hoffnung hatte, durch die Errichtung einer Missionsstation und die Christianisierung der Eingeborenen deren Stammeskämpfe beenden zu können. Was auch immer stimmt, dieser Flecken der Kalahariwüste heißt seit 1866 Keetmanshoop. Um die Missionsstation herum hat sich Keetmanshoop im Laufe der Zeit für namibische Verhältnisse zu einem großen Ort entwickelt und ist das Verwaltungszentrum von Karas, der größten Region Namibias. Es liegt ca. 500 km südlich von Windhoek entfernt. |
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| Aus der deutschen Kolonialzeit sind einige Gebäude erhalten geblieben. So die Missionskirche aus dem Jahre 1895. Sie dient heute als Museum. Auch das kaiserliche Postamt von 1911 ist, wie alle historischen Gebäude Namibias, ein sehr gepflegtes Gebäude und wird als Touristeninformationsbüro genutzt. |
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| Nicht weit von Keetmanshoop entfernt, auf einer Privatfarm, liegt eines der meistbesuchten und fotografierten Naturschutzgebiete Namibias, der Köcherbaum Wald. Der Köcherbaum ist eine Aloenart und kann bis zu 8 m hoch und bis zu 300 Jahre alt werden. Er steht unter Naturschutz und ist eine von 3 Arten, die nur im südlichen Afrika vorkommen. |
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| Seinen Namen verdankt der Köcherbaum den handwerklichen Fähigkeiten des Eingeborenenvolkes der San. Sie höhlten die Äste des Köcherbaumes aus und benutzten die hohlen Äste als Köcher für ihre Pfeile. |
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Foto links unten: Die nektarhaltigen Blüten des Köcherbaumes ziehen auch die Siedelwebervögel an.
Ihre Vogelnestkolonien können einen Baum völlig umbauen. Diesen Kolonien begegnet man überall in Namibia.
Auch Strom- und Telegrafenmasten bleiben von ihrer Bauwut nicht verschont. Foto unten rechts: Vor etwa 260 Millionen Jahren hatte sich im südlichen Afrika ein riesiger See, der Karoo See, gebildet. In den flachen Bereichen dieses Sees lebte eine frühe Saurierart, der Mesosaurus. Mesosaurus Fossilien hat man hier, in Tonschiefer eingebettet, gefunden. |
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| Gigants Playground nennt man dieses Geröllfeld mit aufeinandergeschichteten Steinquadern. In der Tat hat man den Eindruck, man befindet sich auf einem unaufgeräumten Spielplatz von Riesen. Es sind Basaltbruchstücke und die Erosion ist Gestalter dieses Spektakels. |
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| Die Fahrt geht weiter nach Süden zum Fishriver-Canyon. Dieser Canyon ist nach dem Grand Canyon in den USA der zweitgrößte der Erde. Seine Ausmaße sind beeindruckend. Er ist etwa 160 km lang, bis ca. 27 km breit und ca. 550 m tief. Entstanden sind diese grandiosen Einschnitte in die Erdkruste durch Erosion, Erdbewegungen und Erdbrüche. Der unten fließende Fluß hat je nach Jahreszeit und Regenmenge mal mehr und mal weniger viel Wasser. Es kommt nicht selten vor, daß das Flußbett nur aus Tümpeln besteht. |
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| Wir verlassen nun die Kalahariwüste und die Fahrt geht über Lüderitz in das Naturschutzgebiet Sossusvlei, dessen Attraktionen die roten, orange bis gelben Sanddünen sind. Diese Dünen, es sind die höchsten der Welt, können bis zu 300 m hoch werden. Hier kommt der Farbenfreund und der Fotoliebhaber voll auf seine Kosten. Die Farben entstehen durch Erosion aus dem unterschiedlich bunten Granitgestein der nahen Naukluftberge. Auch die Tageszeit und die Sonneneinstrahlung geben den Dünen immer wieder eine andere Farbzusammenstellung. |
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