Der Kölner Dom
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Egal aus welcher Richtung Besucher Köln erreichen, sie sehen zuerst den Dom. Unübersehbar, mitten in Köln auf einer Terrasse stehend, erwartet er Respekt und Bewunderung ob seiner Schönheit und Größe.
Als 1164 die Gebeine der Heiligen Drei Könige als Kriegsbeute für die Zerstörung Mailands von dem damaligen Kölner Erzbischof Rainold von Dassel nach Köln gebracht wurden, machte man sich 1180 - 1230 daran zur Aufbewahrung der Gebeine einen Reliquienschrein zu bauen.
Dieser Schrein steht heute im Kölner Dom und ist einer der schönsten Goldschmiedearbeiten des Mittelalters.
Die Gebeine der Heiligen Drei Könige machten Köln aber auch zu einem der wichtigsten Wallfahrtsorte Europas. Aufgrund der vielen Pilger wurde im Jahre 1248 begonnen ein großes, im gotischen Stil gehaltenes, Gotteshaus zu bauen. Es sollte bis 1880 dauern bis diese Bauarbeiten beendet waren. Dieses Gotteshaus ist der Kölner Dom. Er steht unter dem Patronat von St. Peter und Maria und ist das zentrale Gotteshaus des Erzbistums Köln.
Schreibt oder redet man über den Kölner Dom, so ist es schlechthin unvermeidlich, in Superlativen zu verfallen. Zu gewaltig sind die Dimensionen dieses Bauwerks:
Die Gesamtlänge beträgt 144 Meter, die Gesamtbreite des Querschiffs 86 Meter, die Türme sind 157 Meter hoch.
Die Innenhöhe des Mittelschiffs beträgt 43 Meter und die Innenhöhe der Seitenschiffe 20 Meter.
Der umbaute Raum beträgt ca. 407.000 cbm und die Dachfläche ca. 12.000 qm.
Die Fensterfläche beträgt ca. 10.000 qm.

Seit 1996 wird der Kölner Dom von der UNESCO als schutzwürdiges Weltkulturerbe geführt.
Die einzigartige Architektur macht den Kölner Dom zu einem der bedeutendsten Meisterwerke im Stil der mittelalterlichen Gotik. Aber auch die reichhaltige Sammlung von Kunstschätzen im Inneren des Doms lässt keinen Zweifel an der Berechtigung seiner Aufnahme in die Liste der Weltkulturerbe der Menschheit.

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Foto oben: die Nordseite des Domes und der Bahnhofvorplatz.
Foto unten: die Südseite des Domes und der Roncalliplatz.
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Foto oben links: die Westfassade ist die schönste Seite des Domes. Rechts daneben: Marienfigur auf einer Säule zwischen den Türen des Hauptportals.
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Die Außenskulpturen am Kölner Dom sind aus Kalkstein. Die Arkadenbögen z.B. zeigen eine bunt gemischte Gesellschaft aus Altem und Neuem Testament: Propheten ebenso wie Heilige und Engel. Außerdem gibt es einige berühmte Persönlichkeiten aus Köln zu bestaunen.
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Die Wasserspeier für den Regenwasserablauf (Fotos unten) sind als furchteinflößende Dämonen oder Fratzen gestaltet. Sie sollen böse Geister und anderes Ungemach vom Dom fernhalten.
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509 Treppenstufen muss man überwinden um die Aussichtsplattform des Südturms in 100 Meter Höhe zu erreichen. Etwas Ausruhen kann man auf halber Höhe, bei etwa 55 Meter. Hier befindet sich die Glockenkammer mit 8 Glocken von denen die St. Petersglocke (d'r decke Pitter) mit 2,4 Tonnen Gewicht und einem Durchmesser 3,22 Meter die bekannteste und die größte ist. Insgesamt 8 Glocken sind im Glockenturm aufgehangen und können über einem Rundgang besichtigt werden.
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Foto unten links: Blick nach Nordosten von der Aussichtsplattform des Kölner Doms in 100 Meter Höhe.
Foto unten rechts: Blick über Köln-Zentrum hinweg nach Westen.
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In der Mitte des Fotos unten die St. Andreaskirche. Links davon die Komödienstrasse.
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Unter Vierung versteht man die Fläche wo sich Langhaus und Querhaus kreuzen. Sie ist das Zentrum der Kathedrale. In dieser Vierung ist seit 1957 der Hauptaltar des Domes aufgestellt. (Foto unten links)
1998 wurde eine neue Orgel eingeweiht. 18 Meter über dem Fußboden ist sie als so genannte Schwalbennestorgel an der nördlichen Mittelschiffswand befestigt (Foto unten rechts).
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Foto unten: mit einer Höhe von über 43 m beeindruckt das Mittelschiff des Domes.
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Der Dreikönigenschrein (1180 - ca. 1225) ist der größte Reliquienschrein des Abendlandes. In ihm werden die Reliquien der Heiligen Drei Könige aufbewahrt die 1164 von Mailand nach Köln gebracht wurden (Foto unten links). Der neugotischen Dreikönigenaltar (Foto rechts) wurde im Jahre 1892 geschaffen.
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Erzbischof Gero hat das Kreuz mit dem überlebensgroßen Christus um das Jahr 970 anfertigen lassen. Es ist die älteste Großplastik des Mittelalters.
Gero starb im Jahre 976 in Köln. Er wurde im Kölner Dom beigesetzt.

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Das Pfingstfenster (Foto unten) ist eines von 5 Fenstern, im südlichen Seitenschiff des Domes, die von König Ludwigs I. von Bayern gestiftet worden sind. Der Anlass war 1848 die 600-Jahr Feier zur Grundsteinlegung des Doms im Jahr 1248.
Das Hauptmotiv des Pfingstfensters zeigt die Entsendung des Heiligen Geistes zu den Aposteln als sie zum Pfingstfest in Jerusalem versammelt waren. Dieses Datum wird in der christlichen Tradition als Geburtstag der Kirche verstanden.
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Das Foto links unten zeigt das Hauptmotiv des Anbetungsfensters: die Anbetung des neugeborenen Heilands durch die Hirten und der Heiligen Drei Könige.
Das Foto rechts unten zeigt das Hauptmotiv des Beweinungsfensters: die Beweinung des toten Christus, der im Schoße seiner Mutter ruht.
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