Manama / Bahrain
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Das Königreich Bahrain, eine konstitutionelle Monarchie, ist ein Archipel (Ansammlung) von 33 Inseln im Persischen Golf und liegt zwischen der Halbinsel Qatar und Saudi-Arabien. Nur wenige der Inseln sind bewohnt. Die zwei größten sind Bahrain und Al Muharraq. Die Insel Bahrain, die dem ganzen Land den Namen gab, ist über einem 25 km langen Damm, dem King Fahad Cause Way, mit Saudi-Arabien verbunden. Die Hauptstadt dieses nur rund 700 qkm großen Landes heißt Manama.

Die Kultur des Landes wird durch den Islam geprägt. Allerdings ist er weniger dogmatisch als in den Anrainerstaaten des Persischen Golfs. Trotzdem sollte man sich als Tourist zurückhaltend kleiden. Keine kurzen Hosen bei Frauen und Männer und bei Frauen keine ärmellosen Kleider/Blusen. Bade- und Freizeitkleidung am Strand bzw. Swimmingpool sind erlaubt, nicht jedoch in der Stadt oder in Restaurants.

König Hamad bin Isa Al-Khalifa machte Bahrain durch Steuerfreiheit und liberale Gesetze zu einem zentralen Finanzplatz im nahen Osten. Mehrere 100 Banken sind mittlerweile mit Niederlassungen vertreten. Seinen Reichtum verdankt Bahrein der Erdöl- und Erdgas- Gewinnung. Da der eigene Vorrat zu Ende geht versucht man vermehrt fremdes Öl zu raffinerieren und mit Dienstleistungsangeboten und Industrieansiedlungen die geringer werdenden Öleinnahmen auszugleichen.



Heute haben wir uns für einen Ausflug mit Schwerpunkt Kultur und Geschichte entschieden.
Der erste Stopp war an der Ahmed Al Fateh Moschee (Große Moschee). Sie ist die größte Moschee in Bahrain und hat Platz für 7000 Gläubige.
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Der Grundstein zum Bau dieser Moschee wurde am 15. Dezember 1983 gelegt und im Juni 1988 wurde sie offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Benannt wurde sie nach Shaikh Ahmed Al Fateh, der Bahrain 1783 eroberte.
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Mit zwei 70 m hohen Minaretten ist die Moschee ein imposanter Anblick. Die Kuppel ist 16 m hoch und 22 m breit. 12 aufwendig gestaltete Fenster tauchen den Gebetsraum in ein dezentes Licht.
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Das Bahrain National Museum in Manama ist sowohl von der Architektur als auch von der umfassenden Darstellung der bahrainischen Kultur her bemerkenswert.
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Im archäologischen Teil sind Fundstücke aus 6 Jahrtausenden zu besichtigen. Ganze Gräber hat man ausgegraben, im Museum rekonstruiert und ausgestellt.
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In einer weiteren Abteilung werden alte Quranic Manuskripte (heilige Schrift des Islam), Anmerkungen über Astronomie und historische Dokumente und Buchstaben ausgestellt.
In zwei andere Hallen wird vorbildlich über die Kultur und den Lebensstil der Beduinen Bahrains vor dem großen Ölboom berichtet.
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Ein weiteres Highlight Bahrains ist die archäologische Stätte Qal'at al-Bahrain (Fort Bahrain).
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Das Fort ist das einzige UNESCO-Weltkulturerbe am Persischen Golf.
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Etwas außerhalb von Manama hat Scheich Kalefa bin Salmann seine eigene Kamelfarm. Es sind gut 100 Dromedare die hier vor sich hinblöken und darauf warten dass Europäer kommen und sie füttern.
Dromedare gelten auch in Bahrain als Statussymbol.
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Hätte man uns auf der Rückfahrt nach Manama nicht darauf aufmerksam gemacht, hätten wir die Hügellandschaft nicht weiter beachtet. Dabei handelt es sich um den größten Friedhof der Welt. Mehr als 170.000 Hügelgräber wurden vor etwa 5000 Jahren während der Dilmun-Zivilisation angelegt.
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Am Nachmittag sind wir mit dem Shuttle-Bus in die City von Manama gefahren.
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Auch hier wieder die ultramodernen und imposanten Hochhausbauten.
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Auf dem Foto unten rechts erkennt man im Hintergrund die 240 m hohen Zwillingstürme des Bahrain World Trade Centres. Das WTC ist fast fertig gestellt und soll in wenigen Wochen eingeweiht werden. Zwischen den beiden Türmen sind 3 Windkraftanlagen angebracht die einen Teil der Stromversorgung sicherstellen sollen. Die Türme haben 50 Stockwerke und sollen mit weiteren, im Bau befindlichen Hochhäusern eine neue Skyline für Manama entstehen lassen.
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Wir bummelten durch ein paar Nebenstraßen, die übrigens nicht mehr so penibel sauber gehalten wurden wie die Vorzeige- und Hauptgeschäfts-Straßen. Wir sahen in ein paar vor lauter Ware überquellende Geschäfte rein und besuchten noch eine der Edel-Shopping-Malls, die es hier fast an jeder Ecke gibt.
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